Frankfurt/Luxemburg - Die Förderung erneuerbarer Energien steht für die Europäische Investitionsbank (EIB) in diesem Jahr ganz oben auf der Agenda. «Diese Investitionen müssen jetzt getätigt werden, sonst wird Europa seine ehrgeizigen Klimaziele nicht erreichen», sagte EIB-Vizepräsident Matthias Kollatz-Ahnen der «Börsen-Zeitung» (Mittwoch). «Außerdem wollen wir den Ausbau der transeuropäischen Netze forcieren.»
Im vergangenen Jahr pumpte die Bank mit Sitz in Luxemburg Milliarden in die kriselnde Wirtschaft: Das Ausleihevolumen kletterte von rund 45 Milliarden auf mehr als 70 Milliarden Euro. Für das Jahr 2010 soll es bei 70 Milliarden Euro Kreditvolumen bleiben.
«Die EIB hat bisher praktisch keine Kreditausfälle zu verzeichnen», sagte Kollatz-Ahnen. «Der Bank geht es gut.» Eine Notwendigkeit für eine weitere Kapitalaufstockung bei dem Institut sieht der Vize-Präsident für die nächsten Jahre nicht. Die EIB wurde 1958 als Bank der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen gegründet.
In Deutschland unterstützte die EIB 2009 Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als neun Milliarden Euro - vom Automobilsektor über die Energiebranche bis hin zur Sanierung von Krankenhäusern und dem Ausbau von Häfen. «In diesem Jahr werden wir versuchen, die Förderung auf ähnlichem Niveau zu halten», sagte Kollatz-Ahnen. «Allerdings wollen wir zwei Akzente setzen: die Förderung von Stadtwerken mit Energieeffizienz-Investitionen und den Aufbau von Offshore-Windanlagen.»
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