Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Sie sind hier: Home » Politik » Deutschland
Seite empfehlen

Neue Länder sind Vorreiter für modernen Umweltschutz (07.07.2010)

Unternehmen für innovative Umwelt- und Energietechnologien sind in Ostdeutschland überdurchschnittlich stark verbreitet. Sie erzeugen ökologische und wirtschaftliche Wertschöpfung und schaffen Arbeitsplätze.

Beim Richtfest zur Erweiterung des Gemeinschaftsklärwerks Bitterfeld-Wolfen sagte Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen: "Noch vor 20 Jahren war diese Region durch belastetes Trinkwasser, erhebliche Luftverschmutzungen sowie eine schlechte Wasserqualität von Elbe und Mulde gekennzeichnet. Inzwischen haben Aktionsprogramme dafür gesorgt, dass die Schadstoffbelastung der Elbe und ihrer Nebenflüsse so stark zurückgegangen sind, dass wir heute wieder lebendige Flüsse haben. Moderne, angemessen dimensionierte Abwasserbehandlungsanlagen sichern den Ausbau bestehender Produktionsanlagen und ermöglichen Neuansiedlungen von Gewerbe und Industrie.“ Für die neue Anlage stellte Röttgen 3,8 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums zur Verfügung.

Bundesumweltminister Röttgen Bild: BMU/Thomas Trutschel / photothek.netDas Gemeinschaftsklärwerk Bitterfeld-Wolfen ging 1994 in Betrieb und reinigt bisher häusliche Abwasser der umliegenden Gemeinden sowie industrielles Abwasser der ortsansässigen Industrie nach dem Belebtschlamm-Verfahren. Dabei muss das Abwasser energieintensiv belüftet werden. Künftig kommt zur Behandlung hoch salzhaltigen Abwassers ein innovatives Verfahren ohne energieintensive Belüftung zum Einsatz. Gleichzeitig wird durch die Erzeugung von Biogas zusätzliche Energie gewonnen. Der Anfall von Klärschlamm verringert sich.

"Beim Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen haben wir in 20 Jahren deutscher Einheit viel erreicht, mehr als manche zu träumen wagten", sagte Röttgen. Er hob hervor, dass sich die neuen Länder zu Vorreitern auf dem Gebiet der Umwelttechnik entwickelt haben. So seien die Regionen um Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt), Freiberg (Sachsen) und Frankfurt/Oder (Brandenburg) als Solarstandorte fest etabliert. Neben den erneuerbaren Energien stehen Informations- und Kommunikationstechnologien, die Nanotechnologie und optische Technologien exemplarisch für die wirtschaftlichen Chancen und Perspektiven Ostdeutschlands in den hoch innovativen Bereichen. Die Kohle-Kraftwerkstechnik gehört zu den modernsten weltweit. Die Chemieregion Halle-Leipzig-Bitterfeld wurde in den neunziger Jahren zu einem Referenzstandort modernster Umwelttechnologien.

Auch das Bundesumweltministerium hat dazu einen Beitrag geleistet und allein in der Zeit von 1990 bis 1994 im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms Demonstrationsvorhaben zur Verminderung der Umweltbelastung gefördert. Für 63 Projekte wurden umgerechnet rund 250 Millionen Euro bereitgestellt. Eines der Projekte war das Gemeinschaftsklärwerk Bitterfeld-Wolfen.


Quelle: BMU Bundesumweltministerium


Aktuelle Markdaten und Börsenkurse

Climate Change News by Climate Ark

07.09.2010

BDEW zum Energiekonzept: Vor allem der Wettbewerb und KWK kommen zu kurz

Der Atomdeal spaltet die Republik

Schweiz will Schutz der Biodiversität verstärken

Kommission startet Umfrage über EU-Politik zur biologischen Vielfalt

Biologisch vielfältige Wälder lohnen sich auch im Klimaschutz - Kritik an REDD

Deutschland und Japan arbeiten bei Elektromobilität zusammen

Emissionsreduktion durch Smart Meter bislang kaum möglich

06.09.2010

Der Kampf um den Atomdeal beginnt erst

Europa ist bei der Atomenergie gespalten

Klimawandel gefährdet ausreichende Pflanzenbestäubung

EEX Handelsergebnisse für CO2-Emissionsrechteim August

Wissenschaft will alte Satellitendaten für künftige Klimaforschung nutzen

Brüderle und Röttgen legen Energiekonzept vor

WWF legt Analyse durch Ökoinstitut vor: Energiewende ausgebremst

Italien passt Solarförderung an Marktgegebenheiten an

Einigung bei Laufzeitverlängerung für deutsche Kernkraftwerke

05.09.2010

CO2-Abscheidung: Vielversprechende Test-Ergebnisse

Energiedebatte lässt Wüstenstrom-Projekt außen vor

Schwarz-Gelb spielt bei Atom auf Risiko

04.09.2010

Ontario/Kanada: Kohleausstieg für 2014 beschlossen

03.09.2010

Regierung bei Atomfrage auf der Zielgeraden

Regierung kommt bei Energiekonzept in Sachen Energieeffizienz voran

Ermittler sichern Millionen bei Umsatzsteuerbetrügern

UN: Berlin muss über eine Milliarde für Klimaschutz zahlen

Schweizer Erfolgsbilanz: 46 Fernwärmenetze mit erneuerbarer Energie gehen in Betrieb

Siemens ermittelt Deutschlands grünste Stadt

Zeitung: Wulff sieht Grenze für AKW-Laufzeiten bei neun Jahren

02.09.2010

«Süddeutsche»: Umweltministerium rügt Atomgutachten

UN erwarten erste Geldmittel für Klimaschutz

Klimawandel begünstigt Hurrikan-Entstehung

Koalition will Atomfrage am Sonntag abräumen

Klimawandel: Durchschnittstemperaturen steigen, mehr heiße Tage

Es fehlt ein faires und grünes Handy : Germanwatch fordert mehr Nachhaltigkeit

Ökodesign-Richtlinie: 'Top Runner'-Prinzip ist Leitbild

Autoexperten: Industrie könnte viel klimafreundlichere Pkw bauen

01.09.2010

EIB: First carbon credits from wind farms in Estonia and Lithuania

Mark-E steigt in Windkraftnutzung ein

Studie: Versorger suchen Partner für Smart Energy

Verbände: Erhöhung der Energiesteuer für energieintensive Betriebe ist Fehlentscheidung

Greenpeace setzt Klimaforschung in der Arktis fort

dena: Ausbau europäischer Stromnetze für Erneuerbare Energien dringend notwendig

Umweltminister: Die Zukunft liegt in klimafreundlicher Entwicklung

Längere Laufzeiten bringen keine Vorteile für den Klimaschutz

31.08.2010

Phoenix Solar AG realisiert 2,2 Megawatt Solarpark in der Slowakei

EEX-Transparenzplattform liefert Daten zu kleinen EEG-Anlagen

Russland will erstes JI-Track-2-Verfahren bewilligen lassen

2G Bio-Energietechnik AG erzielt Rekord-Auftragseingang mit KWK-Anlagen

Merkel will schnelle Atom-Entscheidung

Entwicklung von Megastädten lässt Elektroautomarkt einen Gang zulegen

Kraftwerksmesse Power Plant Technology richtet sich neu aus