Vier Investorengruppen mit mehr als 200 institutionellen Investoren wie dem Pensionsfonds California Public Employees\' Retirement System (Calpers), der Deutschen Bank oder HSBC Holdings im Rücken forderten kurz- und langfristige Emissionsreduktionsziele. Zu den weiteren Forderungen zählen Maßnahmen, die CO2 einen Preis zuweisen, Energieeffizienz in den Sektoren Energie und Transport und größere Veröffentlichungsverpflichtungen für Unternehmen. Anlässlich des "2010 Investor Summit on Climate Risk" am Hauptsitz der Vereinten Nationen verlangten sie zudem neue Finanzierungsmethoden, um weltweit Niedrigemissionstechnologien zu fördern. Industriestaaten sollten sich zudem zu Reduktionsziele zwischen 25% und 40% bis zum Jahr 2022 und von 80% bis 90% bis zum Jahr 2050 verpflichten.
"Es gibt wahrscheinlich weltweit keine einzige Branche, die nicht in irgendeiner Art und Weise von Veränderungen betroffen ist, die sich aus dem Klimawandel ergeben", sagte Kevin Parker, Global Head der Deutsche Bank Asset Management, bei einer Pressekonferenz. "Das ist ein Megatrend."
Unternehmen mit hoher CO2-Intensität dürften weniger Erfolge zu verzeichnen haben wie jene, die geringere Emissionen vorzuweisen haben. Nach Parkers Angaben hat die Deutsche Bank Asset Management derzeit 7 Mrd USD in Assets mit Klimabezug investiert. Unternehmen mit Fokus auf gesteigerte Energieeffizienz seien ein attraktives Investment. US-Energiedienstleister mit hohem Emissionsaufkommen sollten so lange auf das billige und neuerdings reichlich vorhandene Erdgas aus Schiefergestein setzen bis es eine längerfristige Strategie gebe, um Treibhausgasemissionen zu senken.
"Wer in Energieversorger investiert, sucht nach einem nahezu risikolosen Investment. Fragen rund um das Klima steigern das Risiko solcher Investments jedoch beträchtlich", sagte der Finanzminister von Pennsylvania, Rob McCord. Das Engagement für den Klimawandel sei nicht ganz alturistisch, räumten Manager ein. Unternehmen mit einem starken Engagement für Klimaschutz, die mit Regierungen zusammenarbeiteten, die auf aggressive Emissionsreduktionsprogramme setzen, könnten Milliarden Dollar an Investitionen anlocken. "Wir wollen Gewinn machen, aber das ist kein Widerspruch", sagte Bjorn Graven Larsen, Chief Investment Officer des dänischen Pensionsfonds ATP. (DJ)
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