Frankfurt/Main - Der Ausbau des europäischen Stromnetzes wird nach Einschätzung des Branchenverbandes allein in den kommenden fünf Jahren zwischen 23 und 28 Milliarden Euro kosten. Es gehe dabei um Leitungen mit einer Länge von 18.700 Kilometer, sagte der Generalsekretär des Verbands der Europäischen Netzbetreiber (Entsoe), Konstantin Staschus, der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (FAZ/Montagausgabe). Dies gehe aus dem Zehn-Jahres-Investitionsplan hervor, den sein Verband im Auftrag der Europäischen Kommission erstellt habe. Der Plan soll an diesem Montag in Brüssel offiziell vorgestellt werden.
Bis 2020 müsse die EU das Stromnetz um 42.100 Kilometer ausbauen. Die Erneuerung oder der Ausbau alter Leitungen mache nur einen Bruchteil aus, sagte Staschus der Zeitung. Für sie seien insgesamt 7.000 Kilometer in den Berechnungen vorgesehen. Mit den weiteren 35.000 Kilometern neuer Fernleitungen sollen unter anderem die Versorgungssicherheit sowie der Energiebinnenmarkt verbessert werden.
Keine besondere Rolle im derzeitigen Zehn-Jahres-Plan spiele indes das Projekt Desertec, sagte Staschus. Mit dem Projekt soll Sonnenenergie aus Afrika nach Europa transportiert werden. Desertec stecke bislang noch zu sehr in der Planungsphase, um genau sagen zu können, wo welche Investitionen nötig seien.
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