Berlin - Die Nutzung moderner Biokraftstoffe bleibt einer internationalen Studie zufolge vorerst Zukunftsmusik. Die Technologie von Biosprit der zweiten Generation stehe «noch sehr sehr am Anfang», sagte der Energieexperte Mike Enskat von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ/Berlin) am Dienstag in Berlin bei Vorstellung der Studie. Sie wurde zusammen mit der Internationalen Energie-Agentur IEA (Paris) im Auftrag des deutschen Entwicklungshilfe-Ministeriums verfasst.
Biosprit der zweiten Generation verlange noch viel Forschung und Entwicklung sowie hohe Investitionen in den Entwicklungs- und Schwellenländern wie Brasilien, Indien und China, forderte Mitverfasser Anselm Eisentraut.
Biokraftstoffe der zweiten Generation erfordern keinen Energiepflanzenanbau, sondern werden - über einen Vergasungsprozess - aus Resthölzern, Stroh und sonstigen Abfällen gewonnen. Zur Zeit werden sie häufig noch aus Raps, Mais und Palmöl hergestellt, was in Ländern wie Brasilien oder Indonesien oft zum Abholzen von Regenwäldern oder Abflämmen von Mooren geführt hatte. Aus solchen Fehlern mit der Folge, dass riesige Mengen Kohlendioxids dadurch freigesetzt werden, müsse man lernen, forderten die Autoren.
Zehn Prozent der weltweiten Abfälle aus der Land- und Forstwirtschaft würden reichen, um - nach dem heutigen Stand der Technik - 125 Milliarden Liter Diesel oder alternativ 170 Milliarden Liter Ethanol pro Jahr herzustellen, so die Studie. Das entspricht aber erst gut vier Prozent des weltweiten Kraftstoffverbrauchs im Transportsektor und damit mehr als dem Doppelten der gegenwärtigen Biokraftstoffproduktion. Biosprit der ersten Generation decke erst 1,7 Prozent des globalen Kraftstoffbedarfs. «Hohe Produktionskosten, relativ geringe CO2-Einsparungen und die Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion begrenzen jedoch ihr Potenzial.»
Die Studie "Sustainable Production of Second-Generation Biofuels" als PDF-Downloade erhalten Sie hier (Bild anklicken)
30.07.2010
Fliegen im Jahr 2050 - Airbus stellt Konzeptstudie vor
Eiskernbohrung in Grönland – Rückschlüsse auf Klimabedingungen der letzten Warmzeit
EnBW plant Ökostrom-Marke und legt beim Gewinn zu
Western Climate Initiative makes progress with cap and trade
EPA Denied Ten Petitions: Climate Change is Real
China will Erfolg für Klimagipfel in Mexiko
Solarunternehmen Conergy einigt sich mit Banken
29.07.2010
MCS-Zertifizierung könnte britischen Photovoltaikmarktes begrenzen
Forscher: Seit 1990 steigt die Temperatur in der Arktis rasant an
05.10.10: Ressourceneffizienz - Motor für ein Grünes Wachstum
Atomindustrie dringt auf «15 Jahre plus X»
DIW Berlin: Grundsätzlich viel Spielraum für Brennelementesteuer
Kohlendioxid-Recycling: Klimakiller oder Kassenknüller?
28.07.2010
Für Stromleitung aus der Wüste: Blaupause mit 800 kV steht in China
Karlsruher Stadtmobil-Kunden können Plug-in Hybrid Prototypen mieten
Unterwasserfahrzeug forscht unter dem Treibeis der Arktis
Offshore wind heads for record year
Baden-Württemberg: 80 Prozent mehr Schiffs-Gütertransport möglich
19.08.10 : Emissionshandel und Klimaschutz in den USA
Röttgen will Windenergie verstärkt fördern
21.10.10: Launch Event für CDP Deutschland Bericht
27.07.2010
Neuer Online-Rechner: Photovoltaik-Anlagen an Wohngebäuden
Bund kappt Ökosteuer-Rabatte für energieintensive Industrie
Brasilianische Ureinwohner besetzen Wasserkraftwerk
Elektroauto Chevrolet Volt kommt zum Premiumpreis
Die Nutzung der Windenergie auf dem Meer kennt nur Gewinner
Stadtwerke Flensburg verkauft Ökostrom über mobilcom-debitel
Bundesnetzagentur: Über drei Gigawatt mehr Solaranlagen im ersten Halbjahr
KfW-Klimaschutzbeauftragter koordiniert Erstellung von Weltklimabericht
Viele Fragen offen für Deutschlands grüne Zukunft
26.07.2010
transpower will bessere Prognose für Wasserkraft und Photovoltaik
Hacker-Attacke legt ECX-Website vorübergehend lahm
Musterkommunen-Wettbewerb: 72 Bewerber erhalten ihren CO2-Rechner
Kleine solarthermische Kraftwerke mit Mehrfachnutzen für heiße Länder
Wuppertal-Institut: CCS als Brückentechnologie für deutsche Kohlekraftwerke unnötig
Ab 26. Juli: Dritte Bayerische Klimawoche startet mit über 700 Aktionen
Flughafen Stuttgart will CO2-Emissionen um 20 Prozent reduzieren
23.07.2010
Wüstenstrom-Konsortium verzichtet auf Namen Desertec
Verband: Bald über Elektroauto-Prämie entscheiden
Fachagentur veröffentlicht umfassende Marktübersicht zu Hackschnitzel-Heizungen
WWF: Verschiebung des US Klima- und Energiegesetzes herber Rückschlag
Klima- und umweltfreundlich reisen: WWF sieht noch wenige Veranstalter auf gutem Weg
US-Senat vertagt umfassendes Klima- und Energiegesetz