Zu dem aus zwölf Partnern bestehenden Projektkonsortium gehören neben den Stadtwerken Düsseldorf weitere Mitglieder des Stadtwerke-Forums NRW, die Landeshauptstadt Düsseldorf, die Lufthansa Technik AG und die Drive CarSharing GmbH sowie das Wuppertal Institut.
Das Wuppertal Institut wurde mit der wissenschaftlichen Begleitforschung beauftragt. Geplant sind umfangreiche empirische Analysen. Die Ergebnisse sollen den Praxispartnern Inputs für die Entwicklung neuer Dienstleistungen und Geschäftsfelder im Bereich Elektromobilität liefern.
Beim Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur ist vor allem die Frage von Interesse, welche Bedeutung dieser in der Alltagspraxis im Verhältnis zur heimischen Steckdose zukommt. In diesem Zusammenhang wird auch die Akzeptanz unterschiedlicher Abrechnungs- und Tarifmodelle untersucht.
Zu dem Modellversuch gehört, dass Roller und teilweise auch Pkw privaten Testhaushalten jeweils für einen begrenzten Zeitraum zur Erprobung überlassen werden. "Wir möchten wissen", so Studienleiter Georg Wilke, "wie unterschiedliche Typen von Testhaushalten mit der eingeschränkten Reichweite der Elektrofahrzeuge und den in der Regel noch langen Ladezeiten, in denen die Fahrzeuge ja nicht zur Verfügung stehen, bei der Abwicklung ihrer Alltagsmobilität umgehen.
Aus ökologischer Sicht ist eine wichtige Frage, ob die Testhaushalte die Elektrofahrzeuge zusätzlich zu den vorhandenen herkömmlichen Motorfahrzeugen oder eher ersatzweise nutzen. Es könnte auch sein, dass bestimmte Haushalte ihre Mobilitätsmuster insgesamt umstellen."
Weitere zentrale Forschungsfragen betreffen die Akzeptanz von Elektromobilität und Strom aus erneuerbaren Energien, mit dem die Elektrofahrzeuge betrieben werden sollen, sowie das Erleben von Elektromobilität. Außerdem wird erhoben, unter welchen Bedingungen die Versuchsteilnehmerinnen und -teilnehmer in der Zukunft zum Erwerb eines Elektrofahrzeugs bereit wären.
Im Bereich der betrieblichen Nutzung von Elektrofahrzeugen wird analysiert, für welche Einsatzfelder Elektroroller, Elektro-Pkw und elektrisch betriebene leichte Nutzfahrzeuge - angesichts der technisch bedingten Nutzungseinschränkungen auf der einen und der logistischen Anforderungen auf der anderen Seite - in Frage kommen. Auf dieser Grundlage werden für die Flotten ausgewählter Praxispartner theoretische Substitutionspotenziale und mögliche ökologische Effekte ermittelt.
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