Am kommenden Montag (15. März) wird der EU-Umweltministerrat über die CO2-Emissionsnormen für leichte Nutzfahrzeuge beraten und es zeichnet sich ab, dass Deutschland im Auftrag der Automobilindustrie die Vorschläge der EU-Kommission blockiert. Die Bundesregierung will einen niedrigeren CO2-Grenzwert erst ab 2020 und geringere Strafzahlungen für die Autoindustrie, wenn die Hersteller die CO2-Grenzwerte nicht erreichen. Die Kommissionsvorschläge sind aus Sicht der DUH und aller anderen deutschen Umweltverbände jedoch bereits industriefreundlich verwässert.
"Die Bundesregierung muss ihre Blockadehaltung gegen den Klimaschutz endlich beenden und sich nicht wie schon bei den Pkw-Grenzwerten von der Automobilindustrie vor den Karren spannen zu lassen. Insbesondere Wirtschaftsminister Brüderle verhindert derzeit in Abstimmung und Auftrag von Großspendern seiner Partei eine konstruktive Haltung der Bundesregierung gegenüber der EU" sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. "Bereits bei der Verschleppung des Pkw-Grenzwerts haben sich die Autokonzerne einen Bärendienst erwiesen, denn langfristig werden sich nur Hersteller durchsetzen, die sparsame Fahrzeuge bauen", sagte Resch. "Mit dieser falsch verstandenen Rücksichtnahme der Regierung auf die kurzsichtigen Forderungen der Manager von Mercedes & Co, die den Trend zu sparsamen und innovativen Fahrzeugen verschlafen haben, gefährdet die Regierung langfristig zehntausende Arbeitsplätze."
Die Autoindustrie habe mit den technischen Neuerungen zum Spritsparen wie Start- Stopp- Automatik oder Hochdruckeinspritzung gezeigt, dass sie sehr wohl in der Lage ist, sparsame Fahrzeuge zu entwickeln.
Der CO2-Grenzwert für Transporter und Kleinlaster ist Teil des so genannten "ganzheitlichen Ansatzes" zur CO2-Reduktion der EU im Verkehrsbereich. Nach Scheitern der Selbstverpflichtung der deutschen Autoindustrie bis 2008 die Flottenemissionen auf 140 Gramm CO2/km zu begrenzen, hat die EU im Dezember 2008 einen Grenzwert von 130 Gramm CO2/km ab 2015 verbindlich festgelegt. Auf Druck der Autolobby wurde also der einst von der Industrie selbst angepeilte Grenzwert um sieben Jahre verschoben. Der nun vorliegende Kommissionsvorschlag für leichte Nutzfahrzeuge sieht einen Durchschnittswert von 175 Gramm CO2/km ab 2014 für 65 Prozent der Flotte eines Herstellers vor. Dieser Anteil dehnt sich bis 2016 auf die gesamte Produktflotte aus. Damit müssen die Hersteller den Ausstoß ihrer Produktpalette an Kleinlastern und Transportern durchschnittlich um 14 Prozent reduzieren. Technisch ist das kein Problem, wie die Spritsparmodelle aller Hersteller zeigen.
Viele der im Pkw-Bau verwendeten Technologien zur CO2-Reduktion können auch in den bestehenden Modellreihen der leichten Nutzfahrzeuge eingesetzt werden. Dazu zählen Start-Stopp-Automatik, Hochdruckeinspritzung, Motor- Downsizing, Bremsenergie-Rekuperation, Direktschaltgetriebe, Schaltpunktanzeige, rollwiderstandsreduzierte Reifen und Reifendruckmesssystemen oder Verbesserungen an der Aerodynamik . Die Forderungen der Industrie, den Grenzwert noch zwei Jahre später als im Kommissionsvorschlag einzuführen, dient einzig der Verzögerung.
30.07.2010
Fliegen im Jahr 2050 - Airbus stellt Konzeptstudie vor
Eiskernbohrung in Grönland – Rückschlüsse auf Klimabedingungen der letzten Warmzeit
EnBW plant Ökostrom-Marke und legt beim Gewinn zu
Western Climate Initiative makes progress with cap and trade
EPA Denied Ten Petitions: Climate Change is Real
China will Erfolg für Klimagipfel in Mexiko
Solarunternehmen Conergy einigt sich mit Banken
29.07.2010
MCS-Zertifizierung könnte britischen Photovoltaikmarktes begrenzen
Forscher: Seit 1990 steigt die Temperatur in der Arktis rasant an
05.10.10: Ressourceneffizienz - Motor für ein Grünes Wachstum
Atomindustrie dringt auf «15 Jahre plus X»
DIW Berlin: Grundsätzlich viel Spielraum für Brennelementesteuer
Kohlendioxid-Recycling: Klimakiller oder Kassenknüller?
28.07.2010
Für Stromleitung aus der Wüste: Blaupause mit 800 kV steht in China
Karlsruher Stadtmobil-Kunden können Plug-in Hybrid Prototypen mieten
Unterwasserfahrzeug forscht unter dem Treibeis der Arktis
Offshore wind heads for record year
Baden-Württemberg: 80 Prozent mehr Schiffs-Gütertransport möglich
19.08.10 : Emissionshandel und Klimaschutz in den USA
Röttgen will Windenergie verstärkt fördern
21.10.10: Launch Event für CDP Deutschland Bericht
27.07.2010
Neuer Online-Rechner: Photovoltaik-Anlagen an Wohngebäuden
Bund kappt Ökosteuer-Rabatte für energieintensive Industrie
Brasilianische Ureinwohner besetzen Wasserkraftwerk
Elektroauto Chevrolet Volt kommt zum Premiumpreis
Die Nutzung der Windenergie auf dem Meer kennt nur Gewinner
Stadtwerke Flensburg verkauft Ökostrom über mobilcom-debitel
Bundesnetzagentur: Über drei Gigawatt mehr Solaranlagen im ersten Halbjahr
KfW-Klimaschutzbeauftragter koordiniert Erstellung von Weltklimabericht
Viele Fragen offen für Deutschlands grüne Zukunft
26.07.2010
transpower will bessere Prognose für Wasserkraft und Photovoltaik
Hacker-Attacke legt ECX-Website vorübergehend lahm
Musterkommunen-Wettbewerb: 72 Bewerber erhalten ihren CO2-Rechner
Kleine solarthermische Kraftwerke mit Mehrfachnutzen für heiße Länder
Wuppertal-Institut: CCS als Brückentechnologie für deutsche Kohlekraftwerke unnötig
Ab 26. Juli: Dritte Bayerische Klimawoche startet mit über 700 Aktionen
Flughafen Stuttgart will CO2-Emissionen um 20 Prozent reduzieren
23.07.2010
Wüstenstrom-Konsortium verzichtet auf Namen Desertec
Verband: Bald über Elektroauto-Prämie entscheiden
Fachagentur veröffentlicht umfassende Marktübersicht zu Hackschnitzel-Heizungen
WWF: Verschiebung des US Klima- und Energiegesetzes herber Rückschlag
Klima- und umweltfreundlich reisen: WWF sieht noch wenige Veranstalter auf gutem Weg
US-Senat vertagt umfassendes Klima- und Energiegesetz