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Neuer Supercomputer für die Klimaforschung (10.12.2009)

Hamburg - Mit einem neuen Supercomputer will das Deutsche Klimarechenzentrum (DKRZ) die Klimaentwicklung genauer vorhersagen.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (beide CDU) stellten den laut DKRZ «weltweit bedeutendsten Klimarechner» am Donnerstag vor. «Das ist der größte Rechner, der ausschließlich für die Klimaforschung zur Verfügung steht», sagte Schavan in der Hansestadt. «Das ist ein großer Schub für die Klimaforschung.» Die Prognosen künftiger Klimaänderungen lassen sich mit dem neuen Computer wesentlich genauer berechnen, auch regionale Besonderheiten können viel exakter beschrieben werden.

Hintergrund: der Hamburger Supercomputer

Mit dem neuen Höchstleistungsrechner «Blizzard» kann das Deutsche Klimarechenzentrum (DKRZ) das Klimageschehen noch realistischer und exakter darstellen als bisher. Die Prognosen für Klimaänderungen lassen sich wesentlich genauer berechnen. Das System hat 35 Millionen Euro gekostet.

Der Supercomputer verteilt sich auf vier Schrankreihen, die etwa die Hälfte eines rund 400 Quadratmeter großen Raumes im vierten Obergeschoss einnehmen. Er rechnet mit einer Geschwindigkeit von 158 Teraflops (Billionen Rechenoperationen pro Sekunde) rund 20 000 Mal schneller als ein PC und soll zu den 40 leistungsfähigsten Computern der Welt gehören.

Der Rechner, ein IBM Power6 System, ist seit April im Einsatz. Nach Angaben des DKRZ ist er 60 Mal schneller als sein Vorgänger und kann etwa zehnmal so viele Daten speichern. Neben «Blizzard» arbeiten die Wissenschaftler am DKRZ noch mit zwei weiteren Großrechnern. An dem einen werden die Klimamodelle verfeinert und getestet, an dem anderen werden sie visualisiert. Daneben gibt es verschiedene Computer etwa zum Archivieren von Daten.


Quelle: dpa


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